Was für mich schamanisches Reisen ist – und was nicht – Teil 2

Im ersten Teil ging es um Vorbereitung – Absichtserklärung – Zugang in Hinblick, schamanisch reisen zu üben, nun erzähle ich im zweiten Teil etwas über Dinge, die weiterhin Beachtung finden mögen.

11014953_830035750395006_7469061789803327297_nWenn der Zugang „funktioniert“ – und da ist es aus meiner Sicht egal, ob der „Tunnel“, von dem die FSS (Foundation for shamanic Studies) immer spricht vorhanden ist, also erlebt wird, oder nicht – kommen wir „auf der anderen Seite“ heraus.

Und wir finden uns als „Teil der Landschaft“. Wenn ich dies schreibe, meine ich es so, wie „Eins mit Allem“. Und diese Landschaft ist wiederum individuell, so, wie wir halt alle Individuell sind. Es kann eine hügelige Waldlandschaft sein, ein Strand, das Hochgebirge, ein Dschungel, halt alles, was uns möglich erscheint. Und diese Gegend sieht zumeist nicht bewohnt aus. Also Natur „pur“, denn wir sind ja „nach Unten“ gereist und wollen ja „unser“ Krafttier finden.

Dies ist zumeist in den „unteren Regionen“ zu finden, so wie wir ja unbewusst große Kräfte entwickeln können, wenn es darauf ankommt. Das Kennenlernen des eigenen Krafttieres kann uns dabei helfen, diese Kraft in uns bewusster wahrzunehmen.

Wenn ich also unten angekommen bin in meiner individuellen Landschaft, kann ich nach meinem Krafttier Ausschau halten. Hier nun eine Anmerkung zum Thema Sehen: Es ist durchaus möglich, sich selbst zweifach gleichzeitig wahrzunehmen. Zum Einen so, als wenn wir „normal“ unterwegs sind, zum Anderen eine weitere Sicht von „hinten oben“ bzw. „hinten seitlich oben“ oder „von der Seite oben“, also eine Sicht wie bei manchen Games, sich selbst sehend in der Szenerie. So ein Phänomen sollte eigentlich nicht irritieren.

Kommen wir zur „Finde“ des Krafttieres. Falls in der Landschaft Keines wahrzunehmen ist, bewegen wir uns in der Landschaft und schauen uns um, erkunden die Gegend. Auch dies kann hilfreich sein, für die nächsten Erkundungstouren… Und nun endlich zum Krafttier. Wenn sich ein Tier zeigt, frage es einfach: „Bist Du mein Krafttier?“

WaldfriedfeuerWenn Dies mit „Ja“ antwortet, dann stelle Dich kurz vor und meistens „verrät“ es Dir dann seinen Vornamen . Diesen behalte gut, denn damit kannst Du es rufen, wenn Du schnell andersweltliche Hilfe brauchst. Nun steht aus meiner Sicht eine gemeinsame Erkundung der unteren Anderswelt (Nicht Alltäglichen Wirklichkeit) an, bis das Rückholsignal der Trommel ertönt. Das Tier geleitet Dich bis zum Ausgang und manchmal auch den ganzen Rückweg.

Falls das Krafttier mit „Nein“ antwortet, frage: „Kannst Du mich denn zu meinem Krafttier bringen?“ Und wenn es das bejaht, dann reise mit Ihm. So kannst Du ebenfalls die untere Welt kennen lernen Und Deinem Krafttier näher kommen. Und manchmal kann es Dir dabei gehen wie dem Helden in manch keltischer Sage, denn Diese werden auch gerne über drei „Stationen“ „weitergereicht“, ehe der passende Ratgeber sich zeigt. Falls dieses Tier die Frage nach dem „Bringen“ verneint, dann frage es, ob es deinem Krafttier Bescheid geben kann, dass Du hier auf es wartest oder auch, ob es Dein Krafttier zu Dir bringen mag. Es gibt also genug Möglichkeiten mit den dortigen Wesenheiten zu interagieren. Und wenn das Finden eben mit „Verzögerung“ geschieht, bleibt für ein richtiges Kennenlernen
immer noch genug Zeit und sei dies erst bei der nächsten Reise.

11885087_951381131586317_5032480560958053_nNun gibt es auch die Möglichkeit, dass das Tier nicht mit Dir spricht. Sondern sich entfernt und dann sich Dir wieder nähert. Wenn es dies aus vier Richtungen macht, auch dann ist es Dein Krafttier. Dasselbe gilt, wenn Du das Tier aus vier unterschiedlichen Perspektiven siehst. Und schau, ob sich eine Art „Bildschirm“ vor dem Tier befindet, denn in der alltäglichen Wirklichkeit kommunizieren Mensch und Tier oftmals mit Solchen.

Auf den ersten Reisen ist es auch möglich, dass sich Dir auch mehrere Krafttiere zeigen… Welches nun „Dein“ Spezielles ist, zeigt sich zumeist auf weiteren Reisen.

Nur, wofür ist denn so ein Krafttier unbedingt notwendig? Was kann ich damit anfangen?

11923191_951381174919646_955513636279347328_nNun, so ein Krafttier ist ein verlässlicher Begleiter in den anderen Welten. Wie ein Reiseleiter in der Alltäglichkeit findet es sich in fremden Ländern zurecht, kennt die Wege und ist sehr gut vernetzt. Während in der Gegenständlichkeit die Reiseziele der Touristen Sehenswürdigkeiten sind, ist in den anderen Welten die Sehenswürdigkeit wir selber. Schamanisches Reisen ist ein pragmatischer Weg zur Selbsterkenntnis!

Unser Krafttier kennt sich aus und des weiteren manchmal uns besser als wir uns selber… Wir können mit jeder Frage zu ihm reisen und wenn es Rat und Antworten nicht kennen sollte, so kennt es Andere, die sich auskennen. Die guten Geister der anderen Welten sind nicht immer allwissend, nur gibt es eine Fülle von „Spezialisten“. Alle Fragen , die wir verstandesmäßig nicht beantworten bekommen, sind dort in guten Händen. Und den Weg dahin findet unser Krafttier.

© Eliphaz, Sept 2015

 

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