Was für mich schamanisches Reisen ist – und was nicht… Teil 4

Nachdem nun im dritten Teil der Verstand verstehen gelernt hat, sich beim schamanischen Reisen zurückzuhalten, komme ich im Teil 4 zu weiteren Erfahrungen, welche das Krafttier bei den ersten schamanischen Reisen betreffen…

Brauner Bär

Was ist zu tun, wenn auf der Reise „Bild und Ton“ vorhanden sind, sich nur kein Tier zeigt?

  •  Ruhe bewahren… Geduld zeigen, denn ein sicherer Zugang zur unteren Anderwelt erscheint als gegeben. Manchmal belebt sich mit den nächsten Reisen die Szenerie. Streife ruhig selber unten umher.
  • Achte einmal auf dein Erscheinungsbild, schaue während der Reise auf deine Arme und Beine (erst recht, falls du über die Landschaft fliegen solltest), und wenn es Flügel, Krallen oder Tatzen sind, dann bist du mit deinem Krafttier in der anderen Welt schon „Eins“ geworden. Dies nennt sich „verschmelzen“. Sei dann nicht irritiert (obwohl dies einfach geschrieben ist) und nutze die Gelegenheit, zu deinen Sinnen die Sinne des Tieres wahrzunehmen und zu nutzen. Und bitte auch dein Krafttier, sich zu zeigen. Damit du siehst, was für ein Tier dich begleitet. Das willentliche „Verwandeln“ in das Krafttier wird u.a. auf Neudeutsch „shapeshifting“ (eine Art, andersweltlich die Gestalt zu wandeln) genannt, wobei das Verschmelzen eine Art „Vorstufe“ darstellt.

Wenn Du in der eigenen Gestalt mehrere Reisen unterwegs bist und sich auch kein Krafttier zeigen will, gibt es noch Möglichkeiten, zu einem Krafttier zu kommen:

  • Eine Krafttierkarte ziehen: Dies ist wohl die einfachste Art, zu einem Krafttier zu kommen, nur, ist dies überhaupt nicht schamanisch! Wieviele Spezies gibt es auf Mutter Erde? Haben die Kartensätze auch viele Spezies in der Auswahl, Mutter Natur hat da noch Einige mehr! Menschen, die es esoterisch sehen, mögen mir wohl antworten, dass alles seine Entsprechung hätte, nur ist dies in meinen Augen Konjunktivismus, nur eben nicht Schamanisch.
  • Eine Schamanin sagt dir (kann auch ein Schamane sein): „Du hast den Bussard als Krafttier, ich sehe ihn gaaanz nahe.“ Kann aus meiner Sicht möglich sein, dass dieser mensch so ein Tier wahrnimmt, muss nicht unbedingt „dein“ Krafttier sein. Es gibt durchaus Menschen, die auch ohne akustische Taktgeber einfach so in die Anderswelt „gehen“ oder sich vorher „eingetrommelt“ (haben dann Trommel, Rassel o.ä. genutzt um in Theta zu geraten) haben und die Theta-Taktung im Gehirn halten können. Und es gibt Menschen, bei denen Theta-Wellen auch im Wachzustand vorhanden sind. Dies sind eher die Ausnahmen.
  • Besser ist es dann, mit einem erfahrenen Reisenden „huckepack“ zu reisen. Durch den Kontakt der Reisenden ist es leichter, sich „im Feld“ des Übenden mitzubewegen und deckungsgleiche Erlebnisse zu haben. Wir reisen dann mit und können in Echtzeit kommunizieren und Tipps geben.
  • Und es besteht die Möglichkeit, ein Krafttier zu „holen“ und dem Übenden „einzublasen“ (d.h. die Kraft des Tieres durch Anpusten des Ratsuchenden – sowie auch durch Hände auflegen – zu „übertragen“. Die Kraft des Unterstützungstieres steht dann dem Übenden zur Verfügung, solange, bis sich das „richtige“ Krafttier zeigen mag. Ich rede hier vom Unterstützungstier, da es sein kann, dass diese Kraft einem nur temporär zur Verfügung steht und dieses Tier dann geht, wenn es nicht mehr gebraucht wird (und manchmal wird es auch vom Krafttier verspeist).
  • Und eine Art Möglichkeit möchte ich noch erwähnen, die geführte Reise. Diese ist aus meiner Sicht keine schamanische Reise. Mehr darüber im nächsten Teil.

© Eliphaz Sept. 2015

 

 

Kommentar verfassen