Wirbelsäulenmobilisation oder „ich hab Rücken“

Was tun bei: Ich hab Rücken!

Mein Wink: Gehe zu einem erfahrenen Physiotherapeuten, wenn die Wirbelsäule „klemmt“.

Klar, geht auch der Hausarzt, wenn du auf bunte Pillen, Spritzenbetäubung und andere Dinge stehst. Und natürlich ist der Arzt auch erste Anlaufstelle, wenn es um eine Krankschreibung geht. Mit Glück kommt auch einje Verordnung von physikalischen Maßnahmen heraus, ist aber nicht unbedingt die Regel…

Und klar, geht auch der Heilpraktiker. Kommt aber auch darauf an, was Dieser gelernt hat oder was Dieser anwendet. Nur hat nicht jeder Heilpraktiker entsprechende ausführliche Ausbildungen, um ein Facettgelenkproblem von einem Bandscheibenschaden zu unterscheiden. Denn es genügt, in der HP-Überprüfung Kenntnisse nachzuweisen, keine „Gefahr für die Volksgesundheit“ zu sein.

Diese beiden Personengruppen dürfen in der Bundesrepublik Deutschland heilen, und auch einrenken. Nur ist eine Wirbelsäulenmobilisation etwas anderes als eine -manipulation, welche als „Einrenken“ im Volksmund bekannt ist.

Die Mobilisation der Wirbelsäule ist ein klassisches Betätigungsfeld in der Physiotherapie, welche einerseits auf entsprechendes Wissen und vor Allem auch auf Erfahrungen beruht, die ein Physiotherapeut während seiner Berufsausübung macht.

Lol-bein-hryggsula-1Die Mobilisation von Menschen mit Wirbelsäulenproblemen ist mir praktisch in die Hände gelegt worden. Schon während meiner Dienstzeit als Sanitätsdienstgrad in der Bundeswehr lernte ich von Medizinern, welche eine Ausbildung als Orthopäde, oder eine Fortbildung in Chirotherapie oder Chiropraktik hatten, einige Techniken im „Einrenken“.

Während und nach meiner Ausbildung zum Physiotherapeuten kamen weitere Ausbildungen (wie z.B. die orthopädischen manuellen Techniken nach Cyriax oder Marnitztherapie sowie Dorn-Breuss-Fleig) hinzu. Und mit den Jahren natürlich immer mehr Fein- und Fingerspitzengefühl für Probleme von Kopfgelenken, Facettgelenken, Rippenwirbelgelenken, AC- und SC-Gelenken (Schulter-Schlüsselbein-Brustbein-Gelenke) und ISG´s (Ilio-Sakral-Gelenk, oder auch Kreuz-Darmbein-Gelenk).

Wenn ein Mensch mit „Rücken“ zu mir kommt, erhält er eine kompetente Beratung und Behandlung. Dazu gehören eine ausführliche Eingangsbefundung, Informationen zur angedachten Vorgehensweise, einen Behandlungvorschlag und auch Tipps zur Selbsthilfe,wie z.B. ein „Hausaufgabenprogramm“ zur Erhaltung der Wirbelsäulenbeweglichkeit.

Da alle Menschen unter individuellen Bedingungen leben, sind auch die jeweiligen Behandlungen individuell, je nach Beschwerdebild, um eine nachhaltige Besserung zu erreichen. Und ich kann aus einem recht großen Fundus schöpfen, um die „rechten“ Maßnahmen zu finden, die effektiv helfen.

Und der Unterschied einer Mobilisation der Wirbelsäule und der angrenzenden Gelenke gegenüber einer Manipulation bzw. chiropraktischen Handgriffen besteht darin, dass das die Knochen umgebende Bindegewebe nicht überdehnt oder gar beschädigt wird. Und so erfreuen sich Menschen nach einer oder auch mehreren Mobilisationsbehandlungen einer länger andauernden Nachhaltigkeit, da nur innerhalb des vorhandenen individuellen Bewegungsausmaßes vorgegangen wird. Bei Manipulationen „leiert“ aufgrund erlittener „Mikroschäden“ das die Gelenke umgebende Bindegewebe auf Dauer „aus, es entstehen ungesunde Hypermobilitäten, die wiederum eher zu „Ausrenkungen“ führen können. Und ich freue mich immer, Menschen nach erfolgreichen Behandlungen lange Zeit nicht wieder mobilisatorisch behandeln zu brauchen.

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