Der heilige (heilende) Raum

Der heilige Raum wird durch das „Rufen“ errichtet. Dies kann durchaus sehr dogmatisch nach dem Glauben des/der Praktizierenden geschehen, oder (und so ist es schamanischer) durchaus mit Beteiligung Aller Wesen, die den Schamanen begleiten, ihn kräftigen und unterstützen.

Heiliger Raum - das Wigwam

Heiliger Raum – das Wigwam

Auch die Ortsgeister sorgen für den heilenden Raum, in und um Diesen. Und sorgen für ein angenehmes „Arbeitsklima“. Des Weiteren sorgen Mutter Erde und Vater Himmel für die Verbindung des Raumes, die Erdung und die Verbindung zum Göttlichen.

Der heilige Raum kann überall entstehen, ob in Innenräumen oder Outdoor. Ganz Pragmatiker kann ich sagen, dass „nackt in einer Telefonzelle“ als Vorbereitung durchaus reichen könne, Nur gibt es so gut wie keine Telefonzellen mehr und da unser Auge auch etwas ansprechendes haben möchte, verwöhnen wir Diese und natürlich auch unsere Geister und Verbündeten.

Wir bereiten den Raum für das schamanische Wirken vor, richten ihn ein mit den Dingen, die wir brauchen. Die Mitte, welche oft Mesa genannt wird, nach Möglichkeit inmitten des Raumes (Es geht auch an einer Seite, falls der Raum nicht so opulent ist, wie links in unserem Wigwam-Zelt, dort ist die Mesa neben der richtigen Mitte, die Feuerstelle. Auf diese Mitte kommen dann entsprechende Dinge, die Teile des individuellen Medizinkreises oder Jahreskreises sein können.

Um die Mitte herum dann das „Setting“, d.h. Plätze für Gäste, Teilnehmer, Trommler, Schamanen. Die Plätze für die Letzteren brauchen etwas mehr Platz, für die entsprechenden schamanischen Atribute, wie Trommeln, Rasseln und schamanische Werkzeuge. Zur weiteren Vorbereitung gehört dann eine „Weihung“, eine „Vorstellung“ des Raumes an die Geister, dann ist der Raum bereit, Besuch zu empfangen.

 

heiliger Raum outdoor

Heiliger Raum Outdoor

Nach dem Eintreffen ist es hilfreich, schamanisch zu „duschen“, also die Teilnehmer mit Rauch zu „clearen“, dies dient auch dem „Ankommen“ bei einem nicht alltäglichen Vorhaben, sei es ein Trommelabend, eine schamanische Einzelsitzung oder einem Ritual. Nach dem Abräuchern beginnt ein „Eintrommeln“. Es dient dazu, die Geister der Trommeln aufeinander einzustimmen, als auch die Teilnehmer auf die Energie der Trommeln einzuschwingen.

Nun ist es an der Zeit, die Geister zu rufen. Dies geschieht mit der Absicht, einen heiligen Raum – einen heilenden Raum – zu schaffen. Einen Raum, der die Verbindung mit der nicht alltäglichen Wirklichkeit (NAW) – auch Anderswelt genannt – schafft, auf das ein gemeinsames Wirken von Geistern und Schamanen oder schamanisch Praktizierenden ermöglicht wird.

Die gerufenen und in den Raum eingetretenen Geister sorgen nicht nur für eine Art „spirituelles Klima“ -sondern unterstützen die Wirkenden, mehr noch, diese Geister „wirken“! Sie helfen und begleiten und bereiten…

Was wären wir schamanisch Praktizierende ohne Geister und heilige Räume?

Wohl nur „Wannebee´s“, die „schaumschlage Logorrhoe“ praktizieren und weniger einen pragmatisch praktischen Schamanismus bieten. Bodenständig und Wirkend.

 

Wo du so etwas lernen kannst? In der Schamanenschule (klick hier) natürlich!

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