Historisches und Modernes

Web Wachdrach 17 Das Druidentum scheint untrennbar mit den Kelten verbunden.

Die Herkunft des Wortes druid ist bis heute umstritten. Eine verbreitete Annahme ist die Herleitung von der indogermanischen Wurzel *dru-wido-. Der erste Teil dru kann sowohl „Eiche“ bezeichnen als auch Eigenschaften wie „dicht, kräftig, prall, viel“. Im Keltischen kann er auch als Verstärkungswort verwendet werden. Der zweite Teil geht auf die indogermanische Wurzel *weid- zurück und steht so mit dem griechischen eidon („ich erblickte/erkannte“), dem lateinischen video („ich sehe“) und letztlich auch dem deutschen wissen in einer Reihe. Eine Druide wäre demnach ein besonders weit „Sehender“ oder besonders viel „Wissender“

Leitet man Druide vom Altgriechischen ab, so kommt man allerdings nur auf die Eiche (δρυς, sprich drüs = Eiche), welche nach Plinius dem Älteren von den Druiden besonders verehrt und gepflegt worden sein soll.

Die Bezeichnung für die Druiden ist lange Zeit von dem griechischen Wort „drouis“ (= Eiche) abgeleitet worden, ehe bemerkt wurde, dass dies nur auf einer Andeutung Plinius‘ d. Älteren beruht. Dieser hatte beschrieben, dass weißgewandete Druiden am sechsten Tag im Mondzyklus mit einer goldenen Sichel Mistelzweige von einer Eiche herunterschnitten. In der neueren Forschung stammt die einleuchtendste Etymologie für das Wort von Jean Markale, der als Ursprung „druwid“ vorschlägt, was soviel wie „Sehr weit Sehender“, oder „Sehr viel Wissender“ bedeutet.
Die „Kaste“ der Druiden  wird  in antiken Aufzeichnungen immer wieder erwähnt und sie scheinen die Funktionen von Priestern, Richtern, Ratgebern und Wissenschaftlern in sich zu vereinigen. Sie galten aber auch als Seher, Propheten und Heilkundige.
Es scheint hier durchaus Spezialisierungen gegeben zu haben.

In den meisten Erklärungen erscheinen drei Gruppen.

~ Die Druidi,

die priesterliche Elite, Ratgeber der Fürsten, Richter und Philosophen. Zu ihren Aufgaben gehörte die  Rechtssprechung, aber auch der Vollzug der religiösen Rituale und Opferungen.

~ Die Barden, Fili(dh) (Singular file),  welche die Macht des Wortes kannten und für die Wahrung der mündlichen Überlieferungen und Lobpreisungen und Schmählieder verantwortlich waren.
~ Die Vates. Sie waren die Kaste der Seher und Orakelpriester die hauptsächlich mantisch-prophetische Techniken, eventuell aber auch eine Art Astrologie ausübten.

 

Die ursprünglichen  Druiden gaben ihr Wissen nur mündlich an andere „Auserwählte“ weiter, obwohl sie durchaus eine Schrift kannten. Die so genannte Ogham-Schrift, welche auf  irischen Grab- und Grenzsteinen des 4. – 7. Jahrhunderts n. Chr. gefunden wurde, wurde eher als Hinweis gesetzt.

 

Caesar schreibt in „De bello gallico, VI, 13″:
»Viele begeben sich freiwillig in ihre Lehre oder werden von ihren Eltern oder Verwandten zu ihnen geschickt. Es heißt, daß sie dort Verse in großer Zahl auswendig lernen; deswegen bleiben einige zwanzig Jahre lang in ihrer Schule.“

Die Schulzeit von zwanzig Jahren und daß das gesamte Wissen der Druiden stets nur mündlich weiter gegeben wurde, ist auch in anderen Quellen belegt. So erhielten sich die Druiden einerseits ihre Machtpositionen und konnten vermeiden, dass das Wissen durch Interpretationen oder Zusätze verändert wurde.

Es sollte zwischen den Druiden der antiken Kelten und den Druiden der Neuzeit unterschieden werden.WebWolfgang3

Erstere verschwanden unter dem Ansturm christlich-römischer Invasoren und hinterließen kaum merkliche Spuren. Ihre  Nachfolger finden wir verstreut zwischen den irischen Priestern und heimischen Hexen.

In Wales und Irland hat sich die Mystik der Druiden lange erhalten und die alte Überlieferung mit neuzeitlichen Vorstellungen, Nationalismus und Romantik verknüpft.

Aus der britischen Freimaurerei hat sich dort seid 200 Jahren eine kraftvolle NEOdruische Bewegung entwickelt. Obwohl sich die Neodruiden stark mit antikem Keltentum und britischer Mythologie befassen, stellt es doch eine neue und eigenständige Religion dar, bei der es zentral um Naturverehrung und Astralmystik geht

 

Auch bei uns lassen sich Spuren unserer keltischen Wurzeln im Brauchtum und der Volksheilkunde entdecken. In Verbindung mit den Techniken des Core-Schamanismus lässt sich eine kraftvolle Basis zur Erkundung der uns eigenen magischen Welt erzeugen

Keltischer Schamanismus

Der bekanntest Vertreter dieser Richtung  ist wohl Tom Cowan und auch John und Caitlin Matthews.